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Emmerich Stoffel
Interview  | 

«Wichtig sind die Rahmenbedingungen, der Freiraum und die Vorbilder, wie in einem Unternehmen gelernt wird»

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Lieber Hr. Stoffel, was sind aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen bezüglich "Kompetenzen der Zukunft" (Future Skills?)

Emmerich Stoffel:

Es gibt bereits eine Fülle von neuen Sets an "Digital" Skills und "Future" Skills, die im Internet feilgeboten werden. Viele kreisen um den neuen Umgang, die Bewertung, Kuration und Produktion von Informationen. Und "Programmieren", also die sog. "Code Literacy", soll uns helfen, das konzeptionelle Denken in der digitalen Welt zu stärken. Angesichts dieser Fülle sehe ich es als die Herausforderung, sich selbstgesteuert neue Skills beizubringen, egal welche. Und angesichts des Aufstiegs der Maschinen werden Fähigkeiten wie Flexibilität, Empathie, kritisches Denken, Kreativität und Unternehmergeist wieder bzw. weiter an Bedeutung gewinnen.

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Was muss ich als einzelner Mitarbeiter in einem Unternehmen tun, damit ich meine Marktfähigkeit (Employability) erhalten oder ausbauen kann?

Emmerich Stoffel:

Eigentlich geht es immer noch um das gleiche: seine Stärken, Interessen und Ambitionen zu kennen, diese mit den Anforderungen und Möglichkeiten des Unternehmens abzugleichen und sich entsprechend gezielt weiterzubilden. So bleiben die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiterhin intakt.

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Was sind mögliche neue Jobprofile, die in naher Zukunft eine Rolle spielen werden?

Emmerich Stoffel:

Die Digitalisierung verändert alle Jobprofile, einige mehr, andere weniger: Routineaufgaben in Administration, Kundenberatung und Dienstleistung werden zusehends automatisiert. So bleibt einerseits mehr Zeit für den echten Kundenkontakt, anderseits entstehen ganz neue Berufe wie Bottrainer oder Big Data Miner.

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Welche Form des Lernens müssen Unternehmen anbieten, damit sie wettbewerbsfähig und für Arbeitsnehmende attraktiv bleiben?

Emmerich Stoffel:

Die eine Lernform gibt es nicht. Je nach Ziel, Businesskontext und Vorkenntnissen der Arbeitnehmenden sind verschiedene Lernformen wirksam. Genauso wichtig sind die Rahmenbedingungen, der Freiraum und die Vorbilder, wie in einem Unternehmen gelernt wird. Wenn in der Zukunft die Produkte der Unternehmen immer austauschbarer werden, braucht es andere strategische Unterscheidungsmerkmale. Und etwas, was sich nur schwer kopieren lässt, ist die Corporate Learning Culture, die direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit einzahlt.

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Was würden Sie selber heute lernen, wenn Sie nochmals 20 wären?

Emmerich Stoffel:

Architektur oder Önologie

Dr. Daniel Stoller-Schai:

Vielen Dank für diese spannenden Aspekte. Wir freuen uns, dass Sie an der 10. LEARNING INNOVATION Conference zum Thema «Future Skills» aktiv mit dabei sind.

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