powered with by børding

Javascript ist deaktiviert. Dadurch ist die Funktionalität der Website stark eingeschränkt.
SHARE
Pius Gruber
Interview Allgemein  | 

«Mein grösster Wunsch wäre ein «Holodeck», wo ich alle Lernbedürfnisse 1:1 simulieren könnte, um so neue Fähigkeiten trainieren und lernen zu können.»

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Lieber Hr. Gruber, was sind aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen bezüglich "Kompetenzen der Zukunft" (Future Skills?)

Pius Gruber:
Als Persönlichkeit: Bei sich selber zu sein. Die eignen Fähigkeiten und Potentiale zu entdecken und zu kennen. Offen zu sein, für das, was auf einen zukommt. Die Umstände zu prüfen und die eignen Fähigkeiten bezüglich der Veränderung einzuschätzen. Sich und seine Möglichkeiten ehrlich zu reflektieren.

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Was muss ich als einzelner Mitarbeiter in einem Unternehmen tun, damit ich meine Marktfähigkeit (Employability) erhalten oder ausbauen kann?

Pius Gruber:
Als Mitarbeitender im Unternehmen muss ich den Zweck kennen, den das Unternehmen verfolgt und in meiner Funktion den bestmöglichen Beitrag leisten. Das bedeutet, dass ich meine Kompetenzen den Veränderungen im Unternehmen angepasst erweitern à jourhaltenmuss. Das verlangt Flexibilität und der Situation angepasste Fort- und Weiterbildung, die ich mir selber zusammenstelle. Mein grösster Wunsch dazu wäre, dass ich einen Ort nutzen könnte wie das Holodeck aus der Science-Fiction-Serie «Raumschiff Enterprise», wo ich alle Lernbedürfnisse 1:1 simulieren könnte, um so neue Fähigkeiten trainieren und lernen zu können.

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Was sind mögliche neue Jobprofile, die in naher Zukunft eine Rolle spielen werden?

Pius Gruber:
Es wird einerseits hoch spezialisierte Berufe im Bereich von IT und KI geben. Auf der anderen Seite werden wir uns vermehrt mit dem «Mensch sein» befassen müssen, wenn Technologie, wie prophezeit wird, immer mehr Aufgaben im Alltag übernehmen wird. Dann muss ich als Mensch eine neue Erfüllung finden, da die Arbeit in vielen Berufen nicht mehr vorhanden sein wird.

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Welche Form des Lernens müssen Unternehmen anbieten, damit sie wettbewerbsfähig und für Arbeitsnehmende attraktiv bleiben?

Pius Gruber:
Wir als Führungsverantwortliche in den Unternehmen müssen uns dafür einsetzen, dass wir unsere Mitarbeitenden stufen- und potentialgerecht fördern und weiterbilden. In einem Unternehmen arbeiten nicht nur High Potentials, die sich ihr Lernprogramm selber zusammenstellen und auch im Alltag integrieren können. Es gibt viele Mitarbeitende mit weniger hohem Potential und Bildungsniveau. In Zukunft wird es darum gehen, genau diese Mitarbeitenden gezielt zu fördern, wenn wie vorausgesagt, ihr Arbeit, die ihnen Sinn und Würde gibt, durch IT wegrationalisiert wird. Genau in diesem Bereich sehe ich eine Möglichkeit des niederschwelligen Zugangs zu Bildung, um auch diesen Menschen möglichst eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, wie das die Klubschule Migros für Firmen, Institutionen und Private mit ihren Angeboten in der beruflichen Weiterbildung tut.

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Was würden Sie selber heute lernen, wenn Sie nochmals 20 wären?

Pius Gruber:
Meine heutige Aufgabe als Leiter der Klubschule Migros Zürich mit meinem tollen Team erfüllt mich sehr. Fotografie wäre allenfalls eine Inspiration gewesen. Das beschäftigt mich neben der Arbeit.

Dr. Daniel Stoller-Schai:
Lieber Hr. Gruber, vielen Dank für diese spannenden Einblicke in ihre Arbeit. Wir freuen uns, dass als Beirat neu im Team der LEARNING INNOVATION Conference dabei bist.

We our Partners

HRM.chSwisscom

Newsupdate

Mit dem Newsletterabo immer am Puls des Geschehens.

Anzeigen

booking.meetingplace.de
Cleveranto

Newsupdate

Mit dem Newsletterabo immer am Puls des Geschehens.